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WOLKEN

von Thomas Henriksson

30. April – 31. Mai 2008

Vernissage: Mittwoch, 30. April 2008, ab 19 Uhr

English version

 

NOTHING NEW UNDER THE SUN

Was auch immer Sie über den Abstrakten Expressionismus wissen sollten, Thomas Henriksson weiß es ebenso. In seinen Werken vermittelt er dem Betrachter seine persönlichen Ansichten über die immerwährende alte Problematik der Malerei.
Konzeptuelle Geschlossenheit ist überflüssig.

Thomas Henriksson vor , BLACK CLOUD, 2007, Öl auf Leinwand, 190 x 320 cm

Seine Arbeiten entstehen aus einer unbekümmerten Auseinandersetzung mit dem Material, aus Schicht um Schicht aufgetragener Materie, bis das Subjekt unverhüllt und karg, allein der Struktur der Farbe unterstehend, übrig bleibt. Die Arbeiten sind von einer erstaunlichen Freiheit und Offenheit und bleiben dennoch merkwürdig persönlich.
Thomas Henrikkson eröffnet am 30. April 2008 seine Einzelausstellung Clouds, in der er großformatige Werke aus seiner Serie Weather Painting zeigt, die auf die erfahrenen Erlebnisse während des Malaktes, auf die konkrete Beschaffenheit des Gemäldes und den Widerstand, dem einen das Medium Malerei bietet, verweisen.

Thomas Henriksson, WHITE CITY, 195 X 285 cm, 2007

In vielfacher Weise decken diese Werke die klassische Beziehung zwischen Natur und Kunst, Abgebildeten und Abbildung, auf. Sie offenbaren dem Betrachter die konstante Bemühung des Künstlers, Bedeutung in Dinge zu bringen, die eventuell nur durch das bloße Erfahren und Spüren zugänglich sind.
Die Struktur der aufgetragenen Farbe dient hier als Vermitller der einfachsten aller Zustände.

Die Serie Weather Painting entstand im Zuge des letzten äußerst verregneten Sommers, der eine malerische Antwort in großformatigen Gemälden fand, die Assoziationen an einen melancholischen stillen Regentag, Wind und Klimaveränderung erwecken können oder einfach nur als Kulisse bzw. als Vorwand dienen, Farbe auf Leinwand aufzutragen.

Der Betrachter wird durch diese Arbeiten mit dem Kreislauf der Natur, mit Vergeltung und Belohnung, konfrontiert. Es tauchen keine Menschen auf, die Gerechtigkeit schaffen könnten.
Die konkrete Aussage dieser Gemälde ist auf das Minimum reduziert, beinahe bis an die Grenze der Vakanz.

Thomas Henriksson, BLACK CLOUD, 190 X 320 cm, 2007

Die bedeutenden Fragestellungen nach Ausdruck und Bedeutung werden vom Künstler im Verlauf der Bildentstehung aufgegeben, so dass für den Betrachter ähnliche Erfahrungen der Konfrontation mit jenen Kräften erfahrbar sind, die unabhängig davon von der Natur freigegeben werden.

Der Betrachter wird immer wieder auf die Handlungen des Künstlers während der Bildentstehung zurückgeworfen, auf die konkrete Anstrengung, Materie aufzuschichten und die Unterwerfung unter die Beschaffenheit und Dichte der Farbe.
Es ist diese bloße Materialität des Malens, das jegliche intendierte Botschaft bzw. Schematismus überwindet und somit aufzeigt, dass die Malerei immer noch eine eigenständige Aussagekraft und Macht besitzt.

 

Thomas Henriksson, 2007

 

 

Vernissage
Mittwoch, 30. April 2008, ab 19 Uhr

Thomas Henriksson, 2007

 

Ausstellung
30. April – 31. Mai 2008

Öffnungszeiten
Mi – Sa | 14 – 18 Uhr

 

Adresse
WILDE GALLERY
Chausseestrasse 7
D-10115 Berlin
info@wilde-gallery.com
www.wilde-gallery.com

 

 

 

 

 

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